ju näht 2016/2017

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 18.05.2017 17:08

So, doch noch vor dem Sommer fertig geworden. (Fast fertig, die Gummibänder muss ich noch ein bisschen kürzen und zusammennähen, aber das sieht man auf dem Foto nicht.)

4208

Meine Werke 2017:

1. Rollkragenpully aus schwarz-weiß-grau-rotem Viskosejersey (Seeberg Buch, Gr. 38)
2. Shirt aus hellbraunem Viskosesersey (Burda 9/1999, Gr. 38)
3. Riemen der Bauchtasche gekürzt
4. blaue Fleeceweste um 12 cm enger gemacht.
5. Bundgummi der Regenhose gekürzt
6. "Carmen"-Bluse aus zartlila Vichykarodurck (BW). (Burda 2/2017, Gr. 40 - hätte ich ruhig in 38 machen können)

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 30.05.2017 08:51

Und Nr. 7:

4209

Den Jersey mit den Möwen sah ich vor ein paar Wochen in der Auslage der "Stoffecke" (ehemals "Stoffkeller"). Den musste ich haben (nach dem Preis hab ich erst nachher gefragt: 14,90 /m IIRC). Der Schnitt ist von einem alten Leiberl abgenommen.

Die Ränder sind noch nicht glattgebügelt, weil ich mit einem wasserlöslichen Markierstift gearbeitet habe und über den soll man nicht drüberbügeln, solange man ihn nicht ausgewaschen hat.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon insa-ana » 30.05.2017 09:34

Das ist aber sehr schön geworden, so sommerlich maritim.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 30.05.2017 17:01

Danke! Ich finde auch, dass das ein sehr hübsches Sommermotiv ist und nicht nur für Kinder (die Stoffserie heißt "Little Darling"). Jetzt sollte ich noch die graublauen Jeans bügeln oder sogar eine leichte Sommerhose passend dazu nähen. Aber ich glaube, daraus wird nix. Ein Kleid muss ich mir auch noch nähen, am 24. Juni heiraten Bekannte von mir und haben mich eingeladen.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon insa-ana » 31.05.2017 09:05

Ui da musst du dich aber schon beeilen. Aus einem little Darling Stoff hab ich mir auch schon ein Shirt genäht. Ich schau mal ob ich ein Foto schaffe.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 01.06.2017 19:31

Heute ist Nr. 8 fertig geworden. Nach dem Schnitt von dem Möwen-Shirt, aber diesmal einfarbig hellblau. Daher erspare ich mir ein Foto.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 16.06.2017 12:32

Ich bin grad dabei, den Schnitt für das geplante Hochzeitsgastkleid rauszuzeichnen. Modell 111 aus der Mai-Burda 2017: https://beta.burdastyle.de/produkt/maga ... -052017-DL

Da es eine Taillennaht hat, lässt sich die Länge gut anpassen (zumindest in der Theorie, bei dem Modell liegt die Taillennaht nur hinten in der Taille, vorne um 10 cm höher). Beim Kopieren der Schnitteile fällt mir auf, dass die Abnäher fast alle unsymmetrisch sind, also die beiden Schenkel ungleich lang. Das führt dazu, dass man entweder am Rand eine Stufe hat oder die Naht des Abnähers zieht. Blick aufs Foto im Heft: dort sieht man, dass die Abnäher am Rock (Vorderteil) mühsam aufgleich gebügelt worden sind und trotzdem nicht glatt liegen. Was denken sich die bei der Schnittkonstruktion bloß? Gibt es einen Grund, Abnäher absichtlich unsymmetrisch zu konstruieren? (Rücksicht auf ein besonderes Muster könnte ein Grund sein, aber das Modell ist einfarbig.)

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon insa-ana » 17.06.2017 09:05

Die Abnäher sind ein bissi schräg konstruiert, also die Spitzen nach außen verlaufend. Damit wird die Linie Sanduhr artiger. Ist schon auch üblich. Aber schwieriger zu nähen und besser für Wollstoff oder schrägen Fadenlauf geeignet, weil du da besser in Form bügeln kannst. Bei dem Modell labert der Unterteil von dem Kleid sowieso, weil sie zu wenig Hüfte hat. Aber ein hübsches Kleid *thumb*

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 08.07.2017 04:51

Ich wollte mich nur mal melden. Nähmaschine ruht unter Plastikfolie, da ich Handwerker in der Wohnung habe.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 21.07.2017 13:19

Ich habe noch immer nichts genäht, sondern zuerst die Tatsache genützt, dass wegen dem Tischler schon alle schweren Sachen von den Fenster weggerückt waren und den Parkettboden dort einmal gründlich gereinigt und gewachst und dann bin ich auf Kurzurlaub in die Therme Bad Waltersdorf geflüchtet.

Heute hab ich beim Rumlatschen in Floridsdorf beim Stoffeck (ehemals Stoffkeller) gesehen, dass es endlich wieder BW-Borkenkrepp gibt. Der war in den 1970er Jahren sehr populär und ist dann ganz von der Bildfläche verschwunden. Leider ist er nicht mehr so günstig wie damals, 11,50 oder 11,90 pro Meter, also muss ich mir zuerst überlegen, was draus werden soll, dann einen Schnitt finden und dann erst einkaufen.

Angeschrieben ist er übrigens als "Double Gauze" und gesehen habe ich weiß, beige, 2 Grautöne und 3 helle Blautöne. Ob der Stoff tatsächlich 2-lagig ist, konnte ich von draußen nicht erkennen, sah aber leicht und luftig aus, eben wie Borkenkrepp.

@insa-ana: Danke! Ich hatte nicht gemeint, dass die Abnäher schräg sind, sondern dass die beiden Schenkel jedes einzelnen Abnähers ungleich lang sind. Da hat man beim Zusammennähen ein Problem. Ich bin von dem Kleid allerdings ohnehin schon abgekommen, obwohl mir das Modell grundsätzlich nach wie vor gut gefällt. Sollte jetzt endlich die Überzüge für die Sitzpolster für die Gartensessel nähen und dann langsam über ein Update meiner Herbstgarderobe nachdenken.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 03.09.2017 11:57

Da heute richtiges Herbstwetter ist und das Nordic Walken dem Regen zum Opfer gefallen ist, habe ich den Vormittag mit Bügeln, Aufräumen und am PC verbummelt und schon ein paar Sommersachen auf die Seite gelegt, weil ich sie wohl erst nächstes Jahr wieder anziehen werde.

Beim Aufräumen ist mir die Ottobre Women HW 2016 in die Hände gefallen. Muss ich natürlich durchblättern, bevor sie eingeschlichtet wird ;-) Modell 8 ist ein Jerseypully mit angeschnittenem Rollkragen (vorne etwas weiter, also Mischung aus Rollkragen und Wasserfall). Passt zum Wetter und zum Herbst und mit Acryl(?)-Jersey habe ich mich letztes oder vorletztes Jahr bei Komolka eingedeckt. Also Schnitt angeschaut und rauskopiert. Für Vorderteil und Rücken gibt es nur einen einzigen Schnitteil, der Vorderteil hat einen Keil angeschnitten, damit er oben etwas weiter fällt. Also 1 Oberteil- + 1 Ärmelschnitt = ziemlich überschaubar!

Die Tücken liegen im Detail. Im Oberteilschnitt sind zwei strichlierte Querlinien eingezeichnet, die in der Beschreibung nicht erwähnt werden. Eine in 2 cm Abstand von der Saumlinie - das könnte der Saumumschlag sein. Allerdings steht im Text, dass der Pully einen Overlock-Rollsaum bekommt, da wird nichts eingeschlagen! Die zweite strichlierte Querlinie ist etwas höher, 16,5 cm von der Saumlinie und die ist vollends kryptisch. Lt. allgemeiner Zeichenerklärung auf dem Schnittbogen sind strichlierte Linien Umbrüche. Aber was soll man bitte in Hüfthöhe umbrechen? Ich habe auch schon geschaut, ob der Schnitt eventuell für ein zweites Modell verwendet wird, aber das ist nur beim Ärmel der Fall.

Ich werde das Schnittmuster jetzt etwas kürzen (geht mir bis zu den halben Oberschenkeln, was zwar warm, aber ansonsten weder praktisch noch besonders kleidsam ist) und dann einfach zuschneiden und die merkwürdigen Linien ignorieren.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 04.09.2017 21:02

Ich habe am Sonntag dann (nach Nordic Walken, weil der Regen aufgehört hatte) am Nachmittag tatsächlich noch den Pullover zugeschnitten und zusammengenäht. Gesäumt dann nicht mehr, weil ich dafür die andere Maschine einfädeln hätte müssen und es schon dunkel war. Bei Lampenlicht tu ich mir mit dunkleren Farben schwer. Morgen wird er dann hoffentlich fertig.

Notiz fürs nächste Mal: Framilon nicht *zwischen* die Nahtzugaben legen, wenn es da verrutscht, steht es nachher auf der rechten Seite raus.

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Re: ju näht 2016/2917

Beitragvon ju_wien » 05.09.2017 13:23

Nach der Anprobe bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich den Pullover oft tragen werde oder ob ich ihn gleich noch einmal neu und anders zuschneiden soll, bevor ich weitere Zeit reinstecke.

Das Problem: Wie oben beschrieben sind Vorder- und Rückenteil nach demselben Schnitt zugeschnitten, der Vorderteil ist nur oben etwas weiter. Die Armlöcher und Schulternähte sind vorne und hinten identisch, die Ärmel sind symmetrisch. Das beschleunigt das Schnittrauszeichnen und Zuschneiden, aber die Passform leidet. Im Schulter- und Armkugelbereich zieht das Ding, obwohl der Jersey recht weich und elastisch ist.

Es hat schon einen Grund, warum normalerweise die Armlöcher vorne etwas breiter ausgeschnitten sind und warum die Schulternaht (und damit der höchste Punkt der Ärmelkugel) in der Regel um 1 cm nach vorne verlegt wird. Da ich das weiß, hätte ich von dem Schnitt von Anfang an die Finger lassen sollen. Aber die Ottobre Schnittkonstrukteur_innen sollten das doch auch wissen ... warum machen die das?
*kratz*

Und warum bin ich so blöd, ihnen drauf reinzufallen? Es gibt ja bekanntlich kaum was Lustigeres, als Overlocknähte in weichem, flauschigem Jersey aufzutrennen. *facepalm*

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Re: ju näht 2016/2017

Beitragvon ju_wien » 11.09.2017 12:38

So, das Ottobre-Shirt mit den schlecht sitzenden Schultern und Ärmeln aufgetrennt und einen simplen Rollkragenpulli nach bewährtem Schnitt daraus gemacht und aus dem Rest dann gleich noch ein ärmelloses Top, das ich heute schon zum 2. Mal anhabe (Premiere war gestern, bei einer Einladung zum Abendessen).

Meine Werke 2017:

1. Rollkragenpully aus schwarz-weiß-grau-rotem Viskosejersey (Seeberg Buch, Gr. 38)
2. Shirt aus hellbraunem Viskosejersey (Burda 9/1999, Gr. 38)
3. Riemen der Bauchtasche gekürzt
4. blaue Fleeceweste um 12 cm enger gemacht.
5. Bundgummi der Regenhose gekürzt
6. "Carmen"-Bluse aus zartlila Vichykarodurck (BW). (Burda 2/2017, Gr. 40 - hätte ich ruhig in 38 machen können)
7. Top mit angeschnittenen (sehr kurzen) Ärmeln, Schnitt von einem alten Shirt abgenommen. Jersey, blau-weiß quergestreift mit Möwenmotiv.
8. Hellblaues Jersey-Top, Schnitt wie 7
9. Rollkragenpulli aus dunkelrot-schwarz meliertem wolligem Jersey. Schnitt aus dem Overlockbuch von Gaby Seeberg-Wilhelm, Stoff von Komolka (lag irgendwann im letzten Winter in mehreren Farben auf dem Sonderangebotstisch)
10. Ärmelloses Top aus dem Rest von 9. Schnitt aus "La Maison Victor" September 2017 (Modell "Mia") Der Ärmelausschnitt könnte am Rücken etwas schmäler, bzw. der Rücken breiter sein, damit die Achseln von hinten bedeckt sind.

edit// ich frag mich grad, wie oft man einen auffallenden Tippfehler lesen kann, ohne ihn zu bemerken ...

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Re: ju näht 2016/2017

Beitragvon ju_wien » 14.09.2017 18:27

Und Nr. 11 ist fertig. Das war eine "Altlast". Die Bluse habe ich im Sommer 2015 aus hellblauer BW-Webe vom Müller nach diesem Kleiderschnitt aus dem Februar 2015 Heft von Burda Style genäht: https://www.burdastyle.de/burda-style/s ... 12146.html
Fertig genäht, Handknopflöcher genäht und dann festgestellt, dass sie mir ein wenig zu eng ist. Also fast fertig weggehängt. Inzwischen ist sie mir etwas zu weit, aber das stört bei einer Hembbluse weniger als umgekehrt. Heute habe ich endlich weiße Knöpfe angenäht und sie in den Schrank gehängt.

Zwei Kurzarmblusen, die ich ungefähr zur gleichen Zeit begonnen habe und bei denen noch Knopflöcher und Knöpfe fehlen, hängen auch noch am Kleiderständer. Aber die werde ich aufs Frühjahr verschieben ;-)

Nebenbei habe ich festgestellt, dass meine Nähpläne manchmal etwas zu kryptisch sind. So hatte ich am 6. September 2012 unter "Nähplänen" notiert: "Ein Kleid oder Shirt aus dem grauen Relief-Jersey, den Komolka in der Laxenburgerstraße in der Auslage hat." Tja, in der Auslage liegt der sicher nicht mehr und wenn er anderen Leuten auch gefallen hat, ist er längst verkauft. (Ich habe auch keine Ahnung mehr, wie der ausgesehen haben könnte und was mich daran begeistert hat.) Schlimmer sind allerdings die Stoffberge daheim, von denen ich sicher weiß, dass ich einmal etwas ganz bestimmtes daraus nähen wollte, aber sonst nichts mehr.

Ansonsten blättere ich in dem neuen Nähbuch von Inge Szoltysik-Sparrer:
https://www.amazon.de/N%C3%A4hGB-N%C3%A ... uage=de_DE
https://www.modeatelier-inge.de/shoping ... zbuch.html (Das ist die Schneidermeisterin, die in "Geschickt eingefädelt" als Jurorin mitwirkt.)

Es ist sehr nett aufgemacht, aber ich habe den Eindruck, dass der Verlag die Seitenanzahl ziemlich beschränkt hat, damit das Buch nicht zu teuer wird. Das führt dann zu etlichen Oberflächlichkeiten, die sicher nicht auf "Pingel-Inges" "Mist" gewachsen sind. ZB wird das Maßnehmen sehr genau erklärt, dann aber genau nichts darüber, was ich mit dem Wissen über meine genauen Maße anfangen kann, also, wie ich Fertig-Schnitte nachmessen und anpassen kann. Oder: eine Übersicht über verschiedene Kragen- und Taschenarten, aber keine Hinweise auf die Verarbeitung. Trotzdem finden sich in dem Buch ziemlich viele Tipps, die auch fortgeschrittenen Amateurschneiderinnen nützlich sein können (zB sehr viel über richtiges Bügeln vor, während und am Ende der Arbeit).

Bei der Gelegenheit habe ich gesehen, dass man auf der Website des Salons von Szoltysik-Sparrer die Schnitte für einige der Kleider kaufen kann, die sie in den bisherigen Folgen von "Geschickt eingefädelt" getragen hat. Wer also Bedarf nach einem eher eleganten Kleid (mehrheitlich Etuikleider) hat, kann dort fündig werden.

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